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Warum Genotypisierung ?

Mit Hilfe der Genotypisierung wird die Anfälligkeit eines Schafes bestimmt, an Scrapie zu erkranken.
Scrapie ist eine von Schaf zu Schaf übertragbare degenerative Erkrankung des Gehirns. Als Ursache wird eine krankhafte Veränderung sogenannter Prion-Protein im Gehirn angenommen. Diese Prion-Proteine sind im Gehirn jedes auch gesunden Schafes vorhanden und werden dort laufend neu gebildet und abgebaut.

Es gibt mehrere Varianten der Prion-Proteine die man, ähnlich den Blutgruppen beim Menschen, in verschiedene Gruppen einteilen kann. Es wurde festgestellt, daß es Gruppen gibt, die leicht an Scrapie erkranken, und andere Gruppen, die praktisch resistent gegen Scrapie sind.

Welche Gruppe von Prion-Protein ein bestimmtes Schaf besitzt, ist genetisch bedingt. Bei der Genotypisierung werden die Gene (genauer : die Allele=kleine Gensequenzen) untersucht, die für den Typ der Prion-Proteine verantwortlich sind.

Die Anfälligkeit gegen Scrapie hängt von der Kombination bestimmter Prion-Protein-Allele ab. Zur Unterscheidung dieser Allele werden bestimmte Buchstabenkombinationen verwendet. Man kennt die Allele ARR ARQ ARH AHQ VRQ.

Riskogruppen

Jedes Schaf besitzt jeweils zwei Allele, also z.B. zweimal ARR oder ARR mit ARQ usw. Jede Kombination ist denkbar und wird angegeben als Genotyp ARR/ARR oder ARR/ARQ usw.

Schafe mit einem Genotyp ARR/ARR sind praktisch restistent gegen Scrapie. Dagegen ist bei Schafen mit dem Genotyp VRQ/VRQ oder ARH/VRQ mit einer erhöhten Anfälligkeit für Scrapie zu rechnen. Für die verschiedenen Kombinationsmöglichkeiten hat man fünf Risikogruppen ermittelt.

Risikogruppe Genotyp
R I ARR/ARR
R II ARR/AHQ - AHQ/AHQ
R III ARR/ARQ - ARR/ARH - ARQ/AHQ - AHQ/ARH
R IV ARH/ARH - ARQARH - ARQ/ARQ - ARR/VRQ - AHQ/VRQ
R V ARQ/VRQ - ARH/VRQ - VRQVRQ

Vererbung

Bei der Vererbung des Genotyps an die Lämmer wird von jeweils einem Elternteil die eine Hälfte des Genotyps weitervererbt. Ein Bock mit dem Genotyp ARR/VRQ gibt also entweder sein ARR Allel oder sein VRQ Allel an das Lamm weiter. Welches Allel er weitergibt, ist von Lamm zu Lamm unterschiedlich und dem Zufall überlassen. Von der Seite der Mutter erbt das Lamm ebenfalls eine der beiden Hälften des Genotyps der Mutter.

Wird also ein Schafbock mit dem Genotyp ARR/ARR eingesetzt, weisen automatisch sämtliche Nachkommen mindestens ein ARR-Allel auf. Hat auch das Muttertier ein ARR-Allel, ist die Wahrscheinlichkeit relativ groß, daß einige der Lämmer ebenfalls den Genotyp ARR/ARR besitzen.

Konsequenzen

Wenn in einem Bestand ein Scrapie-Fall auftrat, mußte bisher der gesamte Bestand gekeult werden. Diese Bestandskeulung kann verhindert werden, wenn der Genotyp der Tiere in der Herde bekannt ist, oder eine Genotypisierung der Tiere vorgenommen wird. Der Bestand wird dann zunächst gesperrt, bis die Ergebnisse der Genotypisierung vorliegen. Sämtliche Tiere mit mindestens einem ARR-Allel können dann von der Keulung ausgenommen werden.

Durch den gezielten Einsatz von Böcken mit ARR-Allel, kann der Anteil der Tiere in der Herde, die ebenfalls ein ARR-Allel besitzen, rasch erhöht werden. Am schnellsten geht dies natürlich durch den Einsatz eines Deckbockes mit Genotyp ARR/ARR.

 


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